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European Campus of Excellence
World Literature. Reading and Writing in the Age of Globalization
Historic Observatory, Göttingen, 26.8.-15.9.2013
Bachelor-Seminar: Goethes „Werther“
(Di 8-10 Uhr, Beginn 16.4., VG 3.108, 458838)
„Die Leiden des jungen Werthers“ ist der erste Bestseller der deutschen Literatur und zählt noch heute unter die viel gelesenen Romane wie kaum ein anderes Buch. Das Seminar untersucht Goethes Briefroman, seine Techniken der empfindsamen Gefühlsdarstellung und seine Motive und Themen, die so viel Aufsehen erregt haben. Zugleich ist das Seminar eine Einführung in die Verfahren der Erzählanalyse und die Konzepte einer literatur- und gattungsgeschichtlichen wie werkbiographischen Kontextualisierung der analytischen Befunde. Der Roman ist bis zum Semesterbeginn vollständig zu lesen.
Literaturhinweise: Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werthers. Studienausgabe. Paralleldruck der Fassungen, hg. von M. Luserke, Reclam; K. Rothmann: Erläuterungen und Dokumente zu: Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther, Reclam; H. Vaget: Interpretation. Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werthers, Reclam; K. Eibl/F. Jannidis/M. Willems (Hg.). Der junge Goethe in seiner Zeit, Frankfurt am Main 1998; Mattenklott, G., Art. "Die Leiden des jungen Werthers", in: Goethe-Handbuch 3(1997), S. 51-101.
Wahlpflicht-Seminar: Weltliteratur im Zitat. Neue, computergestützte Wege der Literaturanalyse
(jeder zweite Dienstag, 14-18 Uhr, Beginn 9.4.2013, Computerraum SDP 1.203, zus. mit Annette Geßner und Christian Kötteritzsch, 458841)
Die Werke der Weltliteratur dienen vielen Autoren als Quelle für ihr eigenes Schreiben und sind ihrerseits oftmals durchzogen von intertextuellen Bezügen zu anderen bedeutenden Werken. Welche Formen und Typen der Intertextualität lassen sich unterscheiden und woran lassen sich diese erkennen? Hätte ein Computer diese Stelle ebenfalls automatisch auffinden können? Können solche Textbezüge annotiert und quantifiziert werden und damit Epochen, Autoren und Genre unterschieden? Das Seminar geht diesen Fragen nach. Schwerpunkt der Analyse ist hierbei das Zitieren aus der Bibel in verschiedenen Epochen und Genres der Literatur. Das Seminar führt in Theorie und Methodik der Intertextualität ein und zeigt die unterschiedlichen Ansätze einer quantitativen und qualitativen Analyse der Intertextualität auf.
Literaturhinweise: Manfred Pfister, Intertextualität, in: Borchmeyer, D./Zmegac, V. (Hg.), Moderne Literatur in Grundbegriffen, 2. Aufl. Tübingen 1994, S. 215-218; Thomas Rommel, Literary Studies, in: S. Schreibman/R. Siemens, & Unsworth, J. (Eds.), A Companion to Digital Humanities, Oxford, 2004.
Bachelor-Seminar: Literatur rechnen
(SDP 1.203, Vorbesprechung 19. April 2013, 14-16 Uhr, zus. mit Berenike Herrmann, 458842)
In den letzten Jahren sind ganz neue Wege digitaler Textanalyse entstanden. Sie erlauben es, Einzeltexte und auch große Text-Korpora zu analysieren; einerseits mit etablierten erzählanalytischen Verfahren und andererseits mit ganz neuen Ansätzen, die erst der Computer ermöglicht. Das Seminar setzt auf der wissenschaftstheoretischen Ebene an und erörtert die Rolle des empirischen Arbeitens in Theorie und Praxis der digitalen Textanalyse. Ausgehend von Fragestellungen der Korpusstilistik und Stylometrie werden wir uns mit Begriffen wie Korpus, Metadaten, Annotation, Wortliste, Konkordanz, Kookkurrenz, Keyness, Topic Modeling und Algorithmus beschäftigen.
Die Teilnahme am Seminar beinhaltet auch die praktische Durchführung von computergestützten Textanalysen. Zum Einsatz kommen ausgewählte Programme, wie CATMA und AntConc. Mit solchen Hilfsmitteln können wir z.B. die Distribution bestimmter Phänomene in Texten korrelieren (so das Auftreten von Elementen der Licht-/Dunkelheitsmetaphorik mit bestimmten Handlungsabschnitten in Schnitzlers Novelle Die Toten schweigen). Eine andere Herangehensweise ermöglicht uns die statistische Bestimmung von Schlüssel-Lexemen auf der Basis von ausgesuchten Referenzkorpora (so können die meistgebrauchten Lexeme im Werk E.T.A. Hoffmanns im Vergleich zum Werk Goethes oder der deutschsprachigen Literatur des 18. /19. Jahrhunderts insgesamt bestimmt werden), während eine dritter Ansatz mit avancierten quantitativen Methoden die Ähnlichkeit von Texten über einen Vergleich der most frequent words misst.
Literaturhinweis: Thomas Rommel, Literary Studies, in: S. Schreibman/R. Siemens, & Unsworth, J. (Eds.), A Companion to Digital Humanities, Oxford, 2004; Stephen Ramsay, Reading Machines. Toward an Algorithmic Criticism, 2011.
AntConc, http://www.antlab.sci.waseda.ac.jp/software.html#antpconc
CATMA, http://www.catma.de/
Computational stylistics, https://sites.google.com/site/computationalstylistics/
Deutsches Textarchiv, http://www.deutschestextarchiv.de/
Einführung in die Korpuslinguistik, http://www.bubenhofer.com/korpuslinguistik/kurs/
Linguistic inquiry and word count, http://www.liwc.net/
Ngram Viewer, http://books.google.com/ngrams
Projekt Gutenberg, http://gutenberg.spiegel.de/
R Project, http://www.r-project.org/
TextGrid Repository, http://www.textgridrep.de/
Voyant, http://voyant-tools.org/
Wordle, http://www.wordle.net/
Oberseminar: Quantiative Text Analysis
(mittwochs, 12-13 Uhr, Heyne-Haus, zus. mit J. Garcés, B. Herrmann, J. Kremers, M. Munson, A. Samdi, 458892)
Forschungskolloquium
(nach Vereinbarung, 458839)
Im Forschungskolloquium werden entstehende Abschlussarbeiten, besonders Doktorarbeiten vorgestellt und kritisch diskutiert. Teilnahme auf Einladung oder Anfrage.
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21.3.2012 |
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26.3.1012 |
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28.3.2012 |
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2.4.2012 |
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