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Seminar: Es war einmal. Zur formalen Analyse von Märchen und ihren Motiven

(Dienstag 14-16 Uhr, Ort folgt, 53150-01)

Schon den Brüder Grimm ist aufgefallen, dass sich die Motive einzelner Märchen ähneln und das über Grenzen der Sprachen und Kulturen hinweg. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Märchen besonders durch die Finnische Schule entlang ihrer Motive und deren geografischer Verteilung klassifiziert. Der Aarne-Thompson-Index (AaTh) ist bis heute in seiner Erweiterung als Aarne-Uther-Thompson-Index ein wichtiges Werkzeug für die Erzählforschung. Aktuelle Ansätze in der kulturellen Evolutionsforschung haben diese Tradition aufgegriffen und weiterentwickelt. Das Seminar diskutiert die Konzepte der Märchenmotivforschung und übt in gegenwärtige, computergestützte Ansätze der Modellierung von Erzählmotiven ein.

Jolles, André:  Einfache Formen. Legende, Sage, Mythe, Rätsel, Spruch, Kasus, Memorabile, Märchen, Witz. Halle 1930; Lüthi, Max: Märchen. Stuttgart und Weimar 1996; Niles, John: Homo Narrans. The Poetics and Anthropology of Oral Literature. Pennsylvania 2010; Tehrani, Jamie: The Phylogeny of Little Red Riding Hood. In: PLOS ONE (2013)

 

Doktoratsveranstaltung: Text Mining und kliometrische Zugänge in der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung  

(Blockveranstaltung: 26.10.2018, 3.11.2018 und 14.12.2018, 52425-01, zusammen mit Martin Lengwiler und Roberto Sala)

 

Die Untersuchung umfangreicher, das heisst nicht mehr von Hand und Auge lesbarer Quellentexte stellt die historische und sozialwissenschaftlichen Fächer vor besondere Herausforderungen. Computergestützte Verfahren der statistischen Auswertung von Texten versprechen hier eine methodische Erweiterung der geschichts- und sozialwissenschaftlichen  Disziplinen. Doch basieren die Ansätze auf anderen, eher quantitativen Ansätzen, die nur zum Teil in den Fächern eingeübt werden. Hier setzt die Doktoratsveranstaltung an. Sie führt in die Methodologie und wichtigsten Ansätze computergestützter Textanalysen ein und zeigt konkret, wie man Fragestellungen der Geschichts- und Sozialwissenschaften modelliert, um Verfahren des Textmining nutzen zu können. Historische Statistik und stylometrische Verfahren werden erläutert und an Beispielen vorgestellt. Erwartet wird, Fragestellungen der eigenen Forschung mitzubringen und diese Fragestellungen in eher quantitative Verfahren zu übersetzen.

 

Doktoratsseminar: Präsentation aktueller Forschung

(Dienstag 18-20 Uhr, vierzehntägig, Beginn: 25.9.2018, Bernoullianum 32, Raum 103, 53153-01, zusammen mit Peter Fornaro und Lukas Rosenthaler)

Im Kolloquium werden Forschungsfragen der Digital Humanities diskutiert. Insbesondere werden Aspekte und Fragestellungen von laufenden Projekten besprochen sowie die Ergebnisse von aktuellen Studien vorgestellt. Neuen Input und den Blick über den Tellerrand bieten Vorträge von externen Gästen. Es besteht jeweils Gelegenheit zur intensiven Diskussion mit jüngeren Forschenden aus dem genannten Arbeitsbereich.

Das Kolloquium ist in integraler Bestandteil des PhD-Programms Digital Humanities.


Weltliteratur im Zitat - Neue, computergestützte Wege der Literaturanalyse

Forschungsseminar: Trends in den computergestützten und experimentellen Geisteswissenschaften

(Dienstag, 18-20 Uhr, vierzehntägig, Beginn: 18.9.2018, Bernoullianum 32, Hörsaal 103, 53154-01)

Das Kolloquium diskutiert neuere Arbeiten im Feld der computergestützten und kognitiven Sprach- und Literaturwissenschaft. Zum anderen ist es ein Forum, um Abschlussarbeiten und Dissertationen kritisch zu diskutieren und verbessern zu helfen. Und drittens ist das Kolloquium der Ort, um neue Forschungsprojekte zu konzipieren.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

21.3.2012

26.3.1012

28.3.2012

2.4.2012

4.4.2012

9.4.2012

11.4.2012